Buchtipp: Übungsreihen für Dressurlektionen bis Grand Prix von Anders Lindgren

Ausschnitte aus dem Inhalt:

  • Übungen der Trainingsstufe – Grundlagen; Arbeiten mit Navigationspunkten
  • erste und zweite Trainingsstufe: lösende Arbeit, Einführung in die Versammlung
  • dritte und vierte Trainingsstufe: höherer Grad der Versammlung, erhöhter Grad der Versammlung
  • fünfte Trainingsstufe: höchster Grad der Versammlung
  • …..

FN Verlag ISBN Nummer: 978-3-88542-382-9

Buchtipp: 100 Übungen für Westernreiter, Band I und II von Hubertus Ott

Ausschnitte aus dem Inhalt – Band I. – Einsteiger:

  • Bahnfiguren, Reiten nach Bahnpunkten
  • Biegung und Stellung; Übergänge reiten
  • Western Horsemanship
  • Pattern und Kombinationsaufgaben
  • …..

Buffalo Verlag ISBN Nummer: 978-3-980-91412-3

Auschnitte aus dem Inhalt – Band II. – Fortgeschrittene:

  • Gymnastik und Bodenarbeit vor dem Reiten
  • Lösen und Biegung; Stellung des Pferdes
  • Travers, Galopparbeit, Turn-Arounds
  • Gymnastik zur Unterstützung der Reitausbildung
  • ….

Buffalo Verlag ISBN Nummer: 978-3-980-91419-2

Lampenfieber – der Kick der besonderen Situation

LAMPENFIEBER – der Kick der besonderen Situation
Wer kennt das nicht? Schweißnasse Hände, ein trockener Mund und ein klopfendes Herz; das Gefühl, das die Blase heute nie leer wird und dauernd drückt; Mutlosigkeit und Hoffnung auf gutes Gelingen machen sich gleichzeitig bemerkbar. Dieser Zustand nennt sich Lampenfieber!

Subjektiv – welche Ereignisse können dazu führen?

  • Wir wollen/müssen am Samstag ins Gelände. Unser Pferd war das letzte Mal sehr gut drauf und hätte uns beinahe „verloren“…
  • Die Prüfung geht in einer Stunde los! Sind wir wirklich optimal darauf vorbereitet?
  • Lässt sich unser Pferd verladen oder stehen wir wieder eine geschlagene Stunde an der Hängerrampe?
  • Wir haben einfach „so ein blödes Gefühl“, wenn „der“ oder „die“ an der Bande steht und zusieht.

Objektiv – die Fakten

In der Medizin findet man folgende (vereinfachte) Erklärung: durch den Hypothalamus (die Hirnanhangdrüse) im Gehirn wird vermehrt Adrenalin produziert und in die Blutbahn verteilt. Wir benötigen diesen „Stoff“, um uns unter „Spannung“ zu setzen. Lampenfieber ist eine Form von Stress und kann uns gleichermaßen stressen oder motivieren.

Der Körper gibt sein Bestes, um uns auf „Stress“situationen vorzubereiten. Bestimmte Körperfunktionen werden aktiviert (Blutdruck und Herzfrequenz steigen, das Gehirn wird optimal mit Blut versorgt,…), die Konzentration wird auf das Ereignis ausgerichtet – Unwichtiges ausgeblendet. Viele Menschen bekommen den berühmten „Tunnelblick“. Lampenfieber motiviert, weil alle Kräfte auf das zu erwartende Ereignis ausgerichtet und wir in einem hochkonzentrierten Zustand sind. Lampenfieber kann aber auch dazu führen, dass unser Denken, unsere Konzentration blockiert wird – bis hin zum Black out! Spätestens dann hat man ein Problem.

Die Auswirkungen von Lampenfieber

positive Auswirkungen können sein:

  • Es steigert das Leistungsvermögen und die Konzentration
  • Es erzeugt „positive Spannung“ und gibt Kraft
  • Lampenfieber macht eine spezielle Situation zu etwas Besonderem

negative Auswirkungen können sein:

  • Herzrasen; hochroter Kopf wegen dem Blutdruckanstieg
  • Unkonzentriertheit – Koordinationsstörungen
  • Zittern und stottern – Angst vor Blamage

Wie kann man mit Lampenfieber umgehen – praktische Tipps

Lampenfieber vor wichtigen Ereignissen – die für jeden persönlich sehr individuell zu sehen sind – kann man wahrscheinlich nie ganz abbauen. Auch empfindet jeder das Lampenfieber anders. Unterdrücken ist der schlechteste Weg; sich damit arrangieren, dazu zu stehen und Lösungen zu suchen für die belastenden Auswirkungen ist der optimale Weg!

Praktische Tipps:

  • Lassen sie sich genügend Zeit zur Vorbereitung; kommen sie frühzeitig vor dem großen Ereignis an!
  • Optimieren sie ihre Vorbereitung, z. B. mit rechtzeitigem Verladetraining
  • Nutzen sie die Kraft der positiven Gedanken – denken sie lösungsorientiert!
  • Bereiten sie sich mental vor: stellen sie sich das jeweilige Ereignis in seinem optimalen Verlauf im Kopf vor!
  • STÄRKEN stärken – arbeiten sie an ihrem Selbstwertgefühl!
  • Übung macht den Meister! Sammeln sie Erfahrungen – Lampenfieber tritt häufig in ungewohnten oder neuen Situationen auf. Wenn diese zur Gewohnheit geworden sind, verschwindet es in der Regel wieder.
  • Bewegen sie sich! Bewegung sorgt für Adrenalinabbau!
  • Nutzen sie Entspannungsübungen und/oder Affirmationen

Fazit: Für fast alle Reiter ist der Begriff „Lampenfieber“ negativ besetzt – wo es doch soviel mehr ist! Denn: Im Lampenfieber liegt eine Kraft, die uns erfolgreich und stark machen kann!

Buchtipp: Die Anatomie und Biomechanik von Stellung und Biegung von Dr. Heuschmann

Ausschnitte aus dem Inhalt:

  • Rumpfbiegung und Rumpfrotation
  • Stellung und Biegung in der Praxis
  • Trabstellung und Galoppstellung
  • Die Folgen falsch verstandenen Ausbildens und ihre Auswirkungen auf Stellung und Biegung
  • ….

evipo Verlag ISBN Nummer: 978-3-945417-07-2

 

Buchtipp: Spaß an WORKING EQUITATION von Stefan Baumgartner

Aus dem Inhalt:

  • Was erwarten wir von einem Worker-Pferd
  • Die richtige Ausrüstung
  • Die Ausbildung auf und abseits des Reitplatzes
  • Trail – cleveres Reiten im Hindernisparcours
  • WE für Zuhause – Tipps aus erster Hand
  • …..

CADMOS Verlag ISBN Nummer: 978-38404-15197

 

Was heisst hier „Klassisch“?

Vor mehr als 40 Jahren hat mir mein damaliger Reitlehrer das in meine reiterliche Wiege gelegt, was mich mein Reiterleben lang begleitet: Die Ausbildung nach klassischen Grundsätze! Ich nenne es kurz „klassische Ausbildung“

Klassische Ausbildung ist eine Ausbildung ohne Gewalt, konsequent und zielgerichtet; sie ist pferdegerecht – gibt dem Pferd Zeit und erhält dessen Individualität. Erfreulicherweise kann man sagen, das sich die „klassische Ausbildung“ immer mehr im Freizeitbereich durchsetzt – eine sehr gute Entwicklung pro Pferd!

Es werden Bücher wie „Der Reiter formt das Pferd“ von Bürger/Zietschmann wieder aktuell und vermitteln, was die alten „Klassiker“ schon wussten: ohne Wissen um Anatomie, Physiologie, Bewegungslehre und deren Zusammenhänge geht gar nichts!

Die Philosophie der „Ausbildung nach klassischen Grundsätzen“:

  • Respekt vor dem Pferd und dessen Bedürfnissen
  • Pferdegemäße Kommunikation mit dem Pferd: Voraussetzung für Respekt – Vertrauen – Harmonie – Leichtigkeit
  • Freiwillige Mitarbeit des Pferdes; kein Zwang oder Gewalt
  • Zeit bei der Ausbildung und das richtige Arbeitsmaß
  • Individuelle Ausbildung vom Pferd; das jeweilige Ausbildungssystem, die Reitweise wird an das Pferd „angepasst“ und richtet sich nach den körperlichen und mentalen Gegebenheiten des Pferdes
  • Keine Hilfsmittel: schränken die natürliche Bewegung und Entfaltung des Pferdes ein
  • Optimales Muskeltraining, um es dem Pferd zu ermöglichen, das Reitergewicht in jeder Situation und jeder Lektion tragen zu können ohne Schaden zu nehmen.
  • Balance, Gerade richten und Koordination fördern
  • Fehler werden zuerst beim Reiter und dann beim Pferd gesucht
  • Eine weiche, stets zum Nachgeben bereite Hand
  • Der Reiter muss immer wieder an sich selber arbeiten, um zum korrekten unabhängigen Sitz zu kommen
  • Hilfengebung aus einem korrekten Sitz heraus

…und deren Ziele:

  • ein gesundes Pferd, das mit minimaler Hilfengebung zu Reiten ist und sich unter seinem Reiter ausbalanciert in seiner eigenen schönsten Form präsentiert
  • Innere und äußere Losgelassenheit vom Pferd
  • Ziele bis ans Ende der Partnerschaft erhalten und verfeinern

Die Philosophie macht den klassischen Reiter aus, nicht die Reitweise!

Das Schlusswort kommt von Philippe Karl                                                          Zitat aus „Irrwege der modernen Dressur“ – Seite 150

„…auf die Reiterei bezogen ist der Klassizismus eine Geisteshaltung, die sich über Epochen, Grenzen und Spezialgebiete hinwegsetzt…er verwirft Bequemlichkeitslösungen, die auf Kosten des Pferdes gehen, in einem ständigen Streben nach Effizienz durch Sparsamkeit der eingesetzten Mittel. Er lehnt spektakuläre Effekte ab, widmet sich der Reinheit der Gänge und jenen Lektionen, die das Pferd verschönern und sein Langlebigkeit garantieren…“

(c) Manuela Stauber